Testamentsvollstreckervermerk im Grundbuch

Das Oberlandesgericht München hatte darüber zu entscheiden, wann ein im Grundbuch eingetragener Testamentsvollstreckervermerk wieder gelöscht werden kann. Es stellte zum einen fest, dass der Vermerk frühestens gelöscht werden kann, wenn der Testamentsvollstrecker jegliche ihm übertragenen Tätigkeiten beendet hat. Außerdem stand in dem konkreten Fall einer Löschung auch entgegen, dass zu einem späteren Zeitpunkt für einen weiteren Erbfall Testamentsvollstreckung angeordnet wurde, und das betreffende Grundstück von dem Erbe umfasst war. Der Vermerk war daher immer noch richtig, obwohl er für eine frühere, unter Umständen bereits beendete Testamentsvollstreckung, eingetragen wurde. Der Antrag auf Löschung des Vermerks wurde daher zurückgewiesen. Oberlandesgericht München, Urteil vom 30.1.2019, 34 Wx 181/18.